Etiketten für Pharma und Medizinprodukte
Wir drucken Etiketten für Nahrungsergänzung, Medizinprodukte, Klinikbedarf und Rezepturen. Ab 1 Stück, mit fortlaufender Chargennummer, mit Materialien für Anwendungen mit Feuchtigkeit, Kühlung und regelmäßiger Reinigung.
Was wir nicht machen, steht weiter unten. Diese Seite sagt Ihnen ehrlich, wo unsere Grenze liegt, damit Sie nicht die falsche Auflage bestellen.
Das Wichtigste in Kürze
- PP-Folien mit zusätzlichem Schutz des Druckbilds verfügbar
- Fortlaufende Chargennummern und Barcodes
- Temperaturbereiche abhängig von Material und Klebstoff
- Ab 1 Stück, ohne Mindestmenge
Was wir nicht anbieten
Damit Sie richtig planen, zuerst die Grenzen:
Keine Serialisierung. Wir drucken bereitgestellte Data-Matrix-Codes und fortlaufende Nummern. Die Generierung und die regulatorische Verwaltung serialisierter Kennungen sind nicht Bestandteil unserer Leistung. Die Anbindung an das europäische Verifizierungssystem, die Vergabe eindeutiger Kennungen und die Aggregation auf Palettenebene leisten wir nicht. Dafür brauchen Sie einen Anbieter mit angebundenem Serialisierungssystem.
Keine Tamper-Evident-Etiketten. Zerstörbare Folien und VOID-Materialien, die beim Ablösen ein Muster hinterlassen, sind nicht im Sortiment. Der Manipulationsschutz nach FMD lässt sich damit nicht abbilden.
Keine sterilisierbaren Etiketten. Unsere Materialien sind bis plus 90 Grad spezifiziert. Dampfsterilisation im Autoklaven läuft bei 121 Grad und darüber. Dafür sind unsere Etiketten nicht geeignet.
Keine zertifizierten Reinraummaterialien. Wir können die Partikelfreiheit nach Reinraumklassen nicht gewährleisten.
Wenn Ihr Produkt ein zulassungspflichtiges Fertigarzneimittel ist oder eine dieser Anforderungen erfüllen muss, brauchen Sie einen spezialisierten Pharma-Etikettendrucker. Für Standardanwendungen ohne diese speziellen Anforderungen stellen Sie Material, Format und Preis direkt zusammen. Material, Format und Preis stellen Sie direkt unter Pharmaindustrie-Etiketten zusammen.
Wofür wir liefern
Nahrungsergänzung. Kapseln, Pulver, Tropfen. Der häufigste Fall, und der mit dem größten Platzproblem. Alles dazu unter Etiketten fuer Nahrungsergaenzung.
Medizinprodukte und medizinische Hilfsmittel, sofern keine speziellen Anforderungen an Reinraum, Sterilisation oder zertifizierte Kennzeichnung bestehen.
Klinik- und Praxisbedarf. Kennzeichnung von Behältern, Geräten und Lagerorten.
Rezeptur und Defektur. Für die Kennzeichnung selbst hergestellter Zubereitungen gelten eigene Anforderungen. Mehr dazu unter Apotheken und Rezeptur.
Desinfektionsmittel. Eigene Anforderungen wegen des Alkohols und der Gefahrstoffkennzeichnung.
Kosmetik und Körperpflege. Tiegel, Flaschen und Tuben mit engen Radien, worauf es dabei ankommt, steht bei den Etiketten fuer Kosmetik.
CBD und Hanfprodukte. Eigene Kennzeichnungsfragen, mehr dazu, wenn Sie CBD-Produkte kennzeichnen.
Das Material: Desinfektionsmittel greifen an
Im medizinischen Umfeld wird alles gewischt: Flächen, Geräte, Flaschen, Behälter. Regelmäßiges Wischen mit alkoholhaltigen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln kann Druckbild, Obermaterial und Klebstoff belasten.
Für solche Anwendungen empfehlen sich widerstandsfähige Folienmaterialien mit zusätzlichem Schutz des Druckbilds, etwa eine Folienkaschierung über dem Druck. Entscheidend ist das tatsächlich eingesetzte Mittel, deshalb sollte das Material vor der Auflage unter realen Bedingungen getestet werden.
Kühlkette
Medizinische und diagnostische Produkte werden teilweise gekühlt oder tiefgelagert, häufig bei 2 bis 8 Grad, manches tiefer.
Zwei Dinge sind dabei entscheidend, und beide werden oft verwechselt.
Die Verklebetemperatur ist die Temperatur, bei der Sie das Etikett aufbringen. Die Mindestverklebetemperatur hängt vom eingesetzten Klebstoff ab. Wird darunter etikettiert, verschlechtert sich die Anfangshaftung deutlich. Wenn Sie im Kühlraum etikettieren, brauchen Sie einen Tiefkühlkleber mit hoher Soforthaftung.
Die Lagertemperatur ist die, bei der das Etikett halten muss. Je nach Material und Klebstoff stehen Ausführungen für unterschiedliche Temperaturbereiche zur Verfügung, die Werte stehen im jeweiligen Datenblatt.
Der häufigste Fehler: Man etikettiert die kalte, kondensfeuchte Flasche direkt aus dem Kühlschrank. Der Kleber findet keinen Halt, das Etikett rutscht. Lassen Sie die Behälter antemperieren oder verwenden Sie den Tiefkühlkleber. Alles dazu unter Tiefkühletiketten.
Chargenrückverfolgung
Wo eine Chargenkennzeichnung erforderlich ist, muss sie eine eindeutige Zuordnung ermöglichen. Bei einer Beanstandung entscheidet sie darüber, ob Sie gezielt zurückrufen können oder den gesamten Bestand sperren müssen.
Zwei Wege:
Wir drucken die Nummer fortlaufend mit, mit Präfix oder nach Ihrer Liste aus einer Excel-Datei. Wie das läuft, steht unter Nummerierte Etiketten.
Oder Sie lassen eine freie Fläche und bedrucken sie in der Produktion mit Charge und Verfalldatum. Welche Materialien sich dafür eignen, steht unter beschreibbare Etiketten.
Barcodes und Data-Matrix-Codes drucken wir mit. Wichtig ist die Mindestgröße und der Kontrast, mehr unter Barcode-Etiketten.
Das Platzproblem
Eine 30-ml-Tropfflasche oder eine kleine Kapseldose bietet wenig Fläche. Wenn Zutaten, Dosierung, Warnhinweise, Charge und Herstelleradresse untergebracht sind, ist nichts mehr übrig.
Zwei Wege helfen: das Format so weit ausreizen, wie es der Behälter zulässt, oder die Angaben auf ein zusätzliches Rückenetikett verteilen. Verkleinern Sie die Schrift dabei nicht unter die vorgeschriebene Mindestgröße.
Ein Hinweis zur Kleinschrift: Setzen Sie feinen Text in 100 Prozent Schwarz, nicht als Mischfarbe aus vier Farben. Sonst wird er bei minimalem Passerversatz unscharf. Vermeiden Sie helle Schrift auf dunklem Grund, sie läuft optisch zu.
Optik und Oberfläche
Bei Nahrungsergänzung und Kosmetik entscheidet die Anmutung mit. Wenn der Behälter selbst wirken soll, etwa bei klaren Tropfflaschen, nehmen Sie durchsichtige Etiketten. Für eine matte, samtige Haptik gibt es Etiketten mit Soft-Touch-Oberflaeche.
Beides ändert nichts an der Beständigkeit, die weiterhin über Material und Kaschierung entschieden wird.
Siegel und Verschluss
Ein Etikett über Verschluss und Behälter kann als sichtbares Verschlusselement eingesetzt werden.
Es ersetzt jedoch kein zertifiziertes Tamper-Evident-System, weil unsere Materialien nicht zerstörend ausgelegt sind. Wie das funktioniert, steht unter Siegeletiketten.
Kleine Auflagen und viele Varianten
Im Digitaldruck fallen keine Druckplattenkosten an. Mehrere Motive lassen sich bei technisch identischer Ausführung in einem Auftrag kombinieren. Für einen Hersteller mit zwanzig Produkten in kleinen Chargen ist das der entscheidende Punkt.
Für die maschinelle Verarbeitung liefern wir auf Etiketten auf Rolle, passend zu Kern, Wickelrichtung und Spender Ihrer Anlage.
Gestaltung und Druckdaten
Ihre Daten brauchen wir als PDF in CMYK, mindestens 300 dpi, mit 2 mm Beschnitt. Alle Anforderungen stehen unter Druckdaten für Etiketten. Jede Datei prüft ein Mediengestalter von Hand, kostenlos.
Welches Material zu Ihrem Produkt passt, grenzt der KI-Materialberater in wenigen Fragen ein.
Die Verantwortung für die Richtigkeit der Pflichtangaben liegt bei Ihnen. Wir prüfen die technische Umsetzung, nicht den Inhalt.
Vor der Auflage testen
Testen Sie ein Muster auf dem Originalbehälter, mit dem tatsächlich eingesetzten Desinfektions- oder Reinigungsmittel und unter der vorgesehenen Beanspruchung. Danach wissen Sie, ob Kaschierung und Kleber halten.
Fordern Sie dafür Etikettenmuster an. Für das fertige Motiv bestellen Sie einen Probedruck.
Häufige Fragen
Können Sie Etiketten für zulassungspflichtige Arzneimittel drucken?
Nein. Serialisierung nach EU-FMD, Tamper-Evident-Materialien und Reinraumzertifizierung bieten wir nicht an. Dafür brauchen Sie einen spezialisierten Pharma-Etikettendrucker.
Sind Ihre Etiketten autoklavierbar?
Nein. Unsere Materialien sind bis plus 90 Grad spezifiziert, Dampfsterilisation läuft bei 121 Grad.
Halten die Etiketten Desinfektionsmittel aus?
Das hängt vom Material, vom Schutz des Druckbilds und vom konkreten Mittel ab. Für regelmäßig gereinigte Behälter empfehlen wir Folienmaterial mit Kaschierung und einen Anwendungstest mit dem tatsächlich verwendeten Mittel.
Können Sie Chargennummern fortlaufend drucken?
Ja, fortlaufend, mit Präfix oder nach individueller Liste.
Warum rutscht mein Etikett im Kühlraum?
Weil unterhalb der Mindestverklebetemperatur des Klebstoffs keine ausreichende Anfangshaftung entsteht, oft zusätzlich verstärkt durch Kondenswasser auf dem Behälter. Lassen Sie die Behälter antemperieren oder wählen Sie einen Klebstoff, der für tiefe Temperaturen ausgelegt ist.
Alle weiteren Etiketten nach Branche finden Sie in der Übersicht. Alle Materialien und den Sofortpreis finden Sie unter Etiketten drucken.
Pharmaetiketten konfigurieren Beratung anfragen
Rechtlicher Hinweis
Die Angaben in diesem Leitfaden dienen der allgemeinen Orientierung und stellen keine Rechtsberatung dar. Welche Angaben auf Ihr Etikett gehören, verantwortet der Inverkehrbringer, also der Hersteller oder Abfüller des Produkts.
Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an die zuständige Behörde oder an einen Fachanwalt. Wir als Etikettendruckerei setzen die von Ihnen gelieferten Angaben technisch um und prüfen die technische Umsetzung, nicht den Inhalt.
Bewertung des Tages
"Danke sehr gute Qualität, habe vorher woanders gedruckt."
- B.I